Samstag, November 26, 2005

Winter II
ich freu mich immer auf schnee. in der großen hitze des sommers habe ich schon davon geträumt, dass ich aufwache aus dem fenster schaue und es liegt schnee auf den hausdächern. es dämpft die straßengeräusche. ich mache das fenster auf und höre kaum die autos fahren. es schneit in großen flocken. ich zieh mich schnell an, und gut eingemummt gehe ich auf die straße, es ist noch fast dunkel, und ich gehe in den knöchelhohen schnee spazieren, ich genieße die scharfe kälte in meinem gesicht. es ist alles leise, ich höre nur das knirschen unter den füßen. ein paar flocken bleiben auf meinen wimpern hängen. ich atme tief ein und kann die kälte förmlich riechen. ich gehe in den park und ziehe meine handschuhe aus, und nehme von dem schönen weißen kalten schnee. es ist kalt und weich. am liebsten würde ich mich reinlegen.
ich bin gestern aufgewacht und es hat geschneit, so wie in meinem traum, in großen flocken. ich riss das fenster auf, zog mir ein pulli an und setzte mich auf den fensterbank, ich habe meine hände weit nach vorne gestreckt und habe versucht die flocken einzufangen. dann ist mir das gedicht eingefallen, was ich im kindergarten gelernt habe, und ganz stolz auf dem weihnachtsfest vorgetragen habe. ich versuche es zu übersetzen:

Es schneit in großen Flocken, / Esik a ho nagy csomoban,
Ein Spatz hüpft unten am Boden. / Vereb ugral lenn a hoban.
Spatz,du verücktes Vogellein! / Vereb elment az eszed?
Der Schneefall deckt Dich ein! / A hoeses betemet!
Hüpfst ja gar nicht,trottest nur! / Nem is ugrlalsz, araszolsz!
Du trollst ja in dem Schnee so rum? / Hoesesben vacakolsz?
Willst Du einen Holzdach haben? / Mi kell neked fatetö, fatetö,
Vogelhäusen willst Du haben? / Deszka madar etetö?

an dieser stelle entschuldige ich mich für die furchtbare deutschsprachige interpretation.
dieses kleine gedicht erinnert mich an so vieles und wenn es schneit, bekomme ich immer wieder lust es laut und lauter in die welt hinauszuschreien.