Mittwoch, Dezember 07, 2005

Mythologische Geschichten
ich bin schon seit dem kindergarten fasziniert von antiken mythologischen geschichten, ich wünsche mir in einer zeit gelebt zu haben, in der man an diesen geschichten noch glauben konnte. ich habe letzens dieses gemälde im internet gefunden.

auf dem bild sind die danaiden zu sehen.
die fünfzig töchter des danaos. jeder der danaiden wurde von danaos mit einem dolch ausgestattet, mit dem auftrag, ihren jeweils zugewiesenen ehegatten in der hochzeitsnacht zu töten. dies haben die damen, bis auf eine, auch getan.
zur strafe für die morde wurden die schuldigen 49 danaiden dazu verurteilt, nach ihrem tode im tartaros auf ewig wasser mit sieben in ein bodenloses fass zu schöpfen.
an das gemälde finde ich die gesichter der frauen am schönsten. man kann ihnen ansehen, dass sie geschwister sind, und dass sie sehr traurig sind.
zur geschichte gehört auch, dass die älteste tochter, die dem befehl des vaters sich wiedersetzt hat, deswegen auch ordentlich angeklagt wurde. der gerechtigkeit wurde genüge getan und sie wurde freigesprochen.
ich habe über die schicksal der anderen töchter nachgedacht. könnte es sein, dass sie auch gerne widersprochen hätten, nur von der autorität des vaters angst gehabt haben, oder von der liebe zu ihm geblendet waren?
als mein vater noch lebte habe ich auch selten etwas gegen seinen willen getan. ich habe ihn mein ganzes leben lang sehr geliebt, gefürchtet und bewundert. bis heute auch wenn er nicht mehr da ist, handle ich meistens so, wie er das gewollt hätte.
die töchter der danaos haben vielleicht ähnlich gefühlt. vielleicht sehen sie deswegen so traurig auf dem bild aus. es kann aber auch sein, dass sie nur erschöpft sind, oder nur traurig, weil sie zur wasserschöpfen bis zum ende der zeit verurteilt wurden. aber vielleicht hat der maler sich keine gedanken darüber gemacht und einfach seiner pahantasie freien lauf gelassen.
wenn ich etwas zeichne denke ich immer, dass es meine gedanken, empfindungen wiederspiegeln muss, deswegen glaube ich kaum, dass er sich keine gedanken über die situation gemacht hat.
wenn ich das gemälde ansehe empfinde ich eine starke sympathie und empatie für die frauen. auch wenn sie wahrscheinlich keine postitive gestalten der antiken zeit gewesen sind.